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Autobahn 57Die Hauptschlagader am linken NiederrheinDie A57 ist eine der bedeutendsten Strecken von Nordrhein-Westfalen in die Niederlande. Sie verbindet die linksrheinischen Großstädte mit dem Niederrhein und dem Zentrum des Nachbarlandes. Über ihre ursprünglichen Kerne - die Umgehungsstraße in Neuss und die Kraftfahrstraße zwischen Neuss und Köln - ist sie längst hinausgewachsen. Heute ist die A57 die Hauptschlagader am linken Niederrhein. Mit dem durchgehenden Ausbau von der niederländischen Grenze bis nach Köln stellt sie dort den Anschluss an die A1 und die A61 in den süddeutschen Raum her. Damit ist sie seit Mitte der 1980er Jahre als Teil der Europastraße Rotterdam-Hockenheim zum überregionalen Verkehrsweg geworden. Ende der 1950er Jahre fuhren gerade mal 20.000 Fahrzeuge auf dem "Neusser Ring"; heute sind dort mehr als fünf Mal so viele Fahrzeuge am Tag unterwegs. Die Strecke gehört zu den stauträchtigsten Autobahnen in Nordrhein-Westfalen. Zwischen den Kreuzen Meerbusch und Köln-Nord wird daher ein Ausbau auf sechs Fahrstreifen notwendig, der im Jahr 2005 begonnen hat. Streckenverlauf
Wussten Sie schon ...... dass die A57 die erste Autobahn war, auf der Reisende offiziell "rückwärts" fahren durften? Ende September 2005 hatte das Landes-Innenministerium bekannt gegeben, dass auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen künftig das Wenden und Zurückfahren zur vorherigen Anschlusstelle erlaubt ist, wenn bei starken Staus die Polizei vor Ort dazu "grünes Licht" gibt. Am 12. Oktober 2005 war es auf der A57 bei Krefeld soweit: Nach einem LKW-Unfall standen Tausende Autofahrer in Richtung Niederlande im Stau. Die Polizei wies die Fahrer an, zur Anschlussstelle Krefeld-Zentrum zurückzufahren. Bei der Aktion gab es keinerlei Probleme. Beachten Sie unbedingt: Eigenmächtiges Wenden auf der Autobahn ist und bleibt verboten! Nur auf Anweisung und unter Aufsicht der Polizei dürfen Wendemanöver durchgeführt werden. GeschichteSeit Ende der 1950er Jahre wurde die Notwendigkeit einer linksrheinischen Nord-Süd-Verbindung erwogen. Ein Kernstück der späteren A57 war die Umgehungsstraße Neuss, die bereits 1954 als zweispurige Straße gebaut worden war. Die vorhandene B9 zwischen Neuss und Köln wurde 1966 durch die vierspurige EB9 (Ersatz-Bundestraße) ersetzt, die damit den ersten Teil der späteren Autobahn darstellte. Die vorhandene zweispurige Westumgehung Neuss wurde in den folgenden Jahren ausgebaut. Es schloss sich die Planung eines weiteren Ausbaus nach Norden an. Bereits vorhandene Planungen für Ausbau oder Ersatz von Bundesstraßen mündeten in die Überlegung, die Straße bis in den Raum Goch weiterzuführen und an das niederländische Autobahnnetz anzuschließen. Trassenführung und Planung dieser nördlichen Erweiterung erfolgten ab den frühen 1970er Jahren. Durchgehend fertig gestellt war die A57 im Jahr 1986. Als linksrheinische Alternative zur rechtsrheinischen A3 verbindet sie seitdem - in Nordrhein-Westfalen fortgeführt über den Kölner Ring und die A61 - den niederländischen Küstenbereich mit dem süddeutschen Raum und ist zu einer wichtigen europäischen Verkehrsader geworden. Links und rechts der AutobahnDie A57 beginnt am Grenzübergang Goch. Auf einer längeren Strecke führt sie durch den ländlichen Raum des linken Niederrhein. Bei Rheinberg erreicht sie die beginnende Stadtregion am Westrand des Ruhrgebiets, die sich mit den Städten Kamp-Lintfort, Moers und Neukirchen-Vluyn fortsetzt. Weiter geht es durch Krefeld. An Kaarst vorbei wird Neuss erreicht. Der letzte Abschnitt der A57 führt an der Chemieindustrie-Stadt Dormagen vorbei nach Köln, der größten Stadt Nordrhein-Westfalens. | |